Tricentennial Limited Edition Grand Piano
Erstmals in der Geschichte von Steinway & Sons wurde auf dem amerikanischen Markt ein Flügel des Modells A-188 aufgelegt, welches bisher nur in Hamburg erhältlich war, und erstmals handelte es sich bei dem Tricentennial um eine Gemeinschaftsproduktion der Steinway Fabriken in Hamburg und New York. Hiermit sollte zum einen das globale Bewusstsein demonstriert, zum anderen das Know-how beider Fabriken eingebracht werden. Dem Anlass entsprechend wurden 300 Flügel produziert.
Bei der Gestaltung dieses Flügels bestand die Herausforderung darin, die seinerzeit 147-jährige Tradition und Handwerkskunst von Steinway & Sons zu reflektieren und gleichzeitig das Klavier als Musikinstrument zu würdigen. Als renommierter Designer, Pianist und passionierter Steinway Fan lieferte Dakota Jackson die besten Voraussetzungen für die Kreation dieses besonderen Instrumentes. „Für mich“, so Jackson, „sind Steinway und Flügel Synonyme. Ich hätte für keinen anderen Hersteller einen Flügel entworfen.“
Dakota Jackson war sich der nicht ganz einfachen Aufgabe bewusst, in seiner Gestaltung zwar innovative Elemente zu berücksichtigen, ohne jedoch das klassische Design der Steinway Flügel außer Acht zu lassen. „Jede noch so einfache Veränderung der klassischen Form würde ein Umdenken der Menschen erfordern“, sagte er. „Schließlich ist das Klavier seit drei Jahrhunderten ein Kultsymbol. Deshalb sind Veränderungen nur dort angebracht, wo sie das Design und den Wert des Instrumentes verbessern.“ So begann er mit seinem Design sehr einfach, indem er den Flügel auf das Wesentliche reduzierte: ein Gehäuse aus Holz mit einer Gussplatte versehen – er startete sozusagen von der Basis des Instrumentes.
Jackson kreierte einen Flügel, der mit der bekannten, klassischen Flügelform bricht, indem eine fortlaufende Linie vom Ende des Flügels hin bis auf den Boden gezeichnet wird. Dabei verschmelzen die Flügelfüße mit dem Gehäuse.
Innovationen
Viele neue Design-Elemente verstärken den modernen Touch des Tricentennial und sorgen für eine verbesserte Funktionalität und ein elegantes Äußeres:
Flügeldeckel: Der innovativ gestaltete Flügeldeckel lässt sich in eindrucksvoller Weise fächerartig zurückfalten.
Deckelstütze: Die einzigartige Deckelstütze in S-Form bildet bei geöffnetem Flügeldeckel ein funktionales, aber faszinierendes Design-Element.
Notenpult: Das Notenpult ist wie zwei offene Hände geformt und bietet den Notenheften einen besseren Halt.
Linienführung: Das Gehäuse neigt sich in einem 6° Winkel sanft zu den Flügelfüßen hin und zeichnet dann eine dramatische Wende in Richtung Boden.
Gehäuse und Flügelfüße: Das Gehäuse des Flügels wurde angehoben und sorgt in Verbindung mit dem nach innen gerückten hinteren Fuß für eine “schwebende” Optik. Die schlichten Flügelfüße verjüngen sich geradlinig, bis sie in die Rollen übergehen.
Als der Italiener Bartolomeo de Francesco Cristofori (1655-1731) im Jahre 1700 den ersten Hammerflügel an Prinz Ferdinando de Medici übergab, schrieb er Musikgeschichte. Das Pianoforte war geboren, benannt nach seiner Wirkungsweise „piano“ (leise) und „forte“ (laut). Bis ca. 1726 konnte er das Tasteninstrument so weit entwickeln, dass es bereits über viele der für den heutigen Klavierbau erforderlichen Komponenten verfügte.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war das Hammerklavier aus der Gesellschaft nicht mehr wegzudenken – es galt als „chic” und bereicherte das gut situierte Zuhause ebenso wie das Konzertwesen. In den folgenden Jahren wurde das Klavier durch einige europäische Klavierbauer kontinuierlich weiterentwickelt. Als die „Klavierindustrie“ ihren großen Aufschwung erlebte, war der 1797 geborene Heinrich Engelhard Steinweg gerade einmal 3 Jahre alt! Dass er 1836 mit der Konstruktion seines ersten Flügels die Klavierwelt in große Euphorie versetzen sollte, vermochte zu diesem Zeitpunkt wohl noch niemand zu erahnen... Zusammen mit seinen Söhnen revolutionierte Henry E. Steinway spätestens 1853 mit der Gründung der Firma Steinway & Sons den Klavierbau. Schon mit der Anmeldung des ersten Patentes für eine Stoßmechanik im Jahre 1857 erfuhr die Klavierwelt, dass sich hinter den Steinways großartige Pioniere verbargen – nicht umsonst gilt das Unternehmen mit der Entwicklung von 127 weiteren Patenten als Begründer des modernen Klavierbaus.





